Paula und ich, Teil 4

Paula und ich

Eine lange Geschichte in Leichter Sprache, Teil 4

Paula und ich - eine lange Geschichte in Leichter Sprache

Ich habe richtig reiten gelernt

Ich habe reiten gelernt.

Das war manchmal etwas schwierig,

aber ich habe nicht aufgegeben.

 

Zuerst habe ich Schritt gelernt.

Dann geht Paula ganz langsam.

Es ruckelt nur ein wenig.

 

Danach habe ich Trab gelernt.

Paula läuft dann.

Es ruckelt mehr.

Ich muss oben auf Paula die gleichen Bewegungen machen.

So hat es Paula einfacher.

Das war etwas schwieriger zu lernen.

Aber nun klappt es gut.

Paula und ich verstehen uns gut.

 

Es gibt noch Galopp.

Das ist wie ganz schnell rennen.

Oder wie fliegen.

Es macht viel Spaß.

Aber Galopp ist für uns beide anstrengend.

Schnapp. Und der Apfel ist weg.

Heute gehe ich wieder zu Paula.

Paula steht schon am Zaun und wartet auf mich.

Ich laufe schnell zu Paula hin.

Sie stupst mich mit ihrem weichen Maul an.

 

Ja, warte. Sage ich zu Paula.

Paula weiß, dass sie jedes Mal einen Apfel bekommt.

Schnell hole ich den Apfel aus der Hosen-Tasche.

Paula wiehert und freut sich.

Schnapp. Schon ist der Apfel weg.

Paula hat den Apfel mit einem Schnapp gefressen.

Ein schöner Sommer-Tag

Ich streichle Paula, klopfe auf ihren Hals.

Ich erzähle ihr von der Schule.

Und sage: Gleich reiten wir zusammen durch den Wald.

Das versteht sie und knabbert an meinem Pulli.

 

Mama kommt mit dem Sattel.

Ich laufe zu Mama und helfe ihr.

Zusammen satteln wir Paula,

und schwupp – sitze ich oben.

Paula und ich reiten los.

 

Die Sonne scheint.

Die Vögel singen.

Die Bienen summen.

Es ist Sommer.

Und alles ist schön.

Dann passiert etwas...

Ich reite mit Paula den Wald-Weg lang.

Aber dann passiert etwas:

 

Plötzlich kommt ein großes Reh aus dem Wald.

Das Reh läuft quer über den Weg.

Paula erschreckt sich sehr.

Paula steigt mit den Vorder-Beinen in die Höhe.

Ich erschrecke mich auch.

Ich kann mich nicht mehr im Sattel fest-halten.

Ich rutsche aus den Steig-Bügeln,

die Zügel rutschen aus meinen Händen.

Plumps.

Da liege ich unten.

Autsch.

Paula ist weg.

Paula rennt erschrocken weiter.

Das Reh ist im Wald verschwunden.

Ich sitze auf dem Waldweg.

 

Puh. Denke ich.

Ich kann aufstehen.

Ein Glück.

Mir ist nichts passiert.

Ein Glück hatte ich den Reit-Helm auf.

Alles heile.

 

Aber Paula ist weg.

Ich rufe laut: Paula!

Nichts.

Keine Paula.

Paula kommt angerannt

Ich überlege, was ich nun tun soll.

Mama hat gesagt: Paula findet immer nach Hause.

Wir sind nicht weit weg vom Reit-Stall.

 

Ich rufe noch einmal: Paula!

Wieder nichts.

Die arme Paula hat sich wohl dolle erschrocken.

 

Auf einmal höre ich Pferde-Trampeln.

Ich gucke den Weg entlang.

Ja! Ganz da hinten kommt Paula.

Paula sieht mich und läuft schneller.

 

Ich freue mich so sehr.

Paula kommt zu mir.

Ich nehme sie in den Arm

und streichle Paula ihren Hals.

Ich sage zu Paula: Ein Glück. Du bist wieder da!

Und: Ein Glück. Dir ist nichts passiert.

Zurück zum Reit-Stall

Alleine komme ich nicht auf Paula ihren Rücken.

Also nehme ich die Zügel

und führe Paula zurück zum Reit-Stall.

Ich spreche leise mit ihr.

Das macht sie ruhig.

Und mich auch.

 

Mama sieht uns kommen.

Mama läuft schnell zu uns her.

Sie ist erschrocken.

 

Ich erzähle ihr:

Da war ein Reh.

Das Reh hat Paula erschreckt.

Dann bin ich runtergefallen.

Und Paula ist weg-gerannt.

Aber nun ist alles wieder gut.

Mama nimmt uns beide in den Arm.

Das tut gut.

Hier geht es zum anderen Teil der Geschichte:

Hier geht es zu

Teil 3

von “Paula und ich”.

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Susanne